Hallo,
leider hat es doch etwas länger gedauert.
In der Zwischenzeit hat Joseph ja schon einen Link hier ins Forum gestellt. Für alle die nicht so wissenschaftlich bewandert sind, hier eine kurze einfache Erklärung zu den PET Untersuchungen, vielmehr zu den Präparaten.
Das FDG welches teilweise für die PET-Untersuchungen benutzt wird ist so aufgebaut, dass die Glucose in der Zelle nicht verstoffwechselt wird und somit kann die Zelle damit nichts anfangen. Sie wird also nicht damit gefüttert. Das FDG bleibt somit eine zeitlang in der Zelle und dadurch ist man in der Lage, mit dem PET-Scanner Aufnahmen über die Stoffwechselprozesse im Körper zu machen.
Der Vorteil der PET Untersuchung besteht darin, dass Tumorzellen einen erhöhten Glucosestoffwechsel haben und somit in diesen Zellen das FDG vermehrt angereichert wird. Nun wäre es sehr schön wenn es so einfach wäre, aber leider eben nicht. Das FDG wird nicht nur in Tumorzellen angereicht sondern auch in entzündlichen Bereichen und im normalen Umfang auch in anderen Gewebsstrukturen. Dazu kommt, dass es auch durch Medikamente wie Chemo, Kortison usw. zu falsch positiven oder falsch negativen Anreicherungen kommen kann. Es gibt aber auch noch andere Störfaktoren während der Untersuchung, bei der Patientenvorbereitung, bei der Präparatevorbereitung und bei der eigentlichen Auswertung der Bilder. Daher ist es ganz wichtig, dies gilt aber im Prinzip für alle Untersuchungen (nur manche sind nicht so kompliziert), das diese von Fachleuten durchgeführt werden, die eine hohe Erfahrung auf den einzelnen Gebieten aufweisen und das standardisierte Untersuchungsbedingungen geschaffen werden.
Ein guter Radiologe, ist nicht automatisch auch ein Spezialist für MRT-Untersuchungen oder CT Untersuchungen. Ein guter Nuklearmediziner nicht automatisch ein Spezialist für PET Untersuchungen. Egal welche Methode man bevorzugt, wichtig ist, dass der zuständige Mediziner die Möglichkeiten der vorkommenden Fehler kennt und richtig interpretieren kann.
Nochmals auf den Anfang der Diskussion zurück zu kommen, ist zur Zeit die jährliche Kontrolle mit einem GK MRT ohne KM, die Untersuchung die man bevorzugen sollte, da diese keine Strahlenbelastung mit sich bringt und eine sehr hohe Aussagekraft besitzt. Ist dies nicht möglich, sei es, dass man keinen erfahrenen Untersucher zur Verfügung hat, oder die technischen Möglichkeiten eingeschränkt sind, oder man ist keine Elfe, so wie Joseph …lach (er weiß wie ich es meine), dann würde ich ein GK CT durchführen lassen, erst wenn auch dieses nicht möglich ist, eine PET-Untersuchung, da zur Zeit hier in Deutschland noch nicht allzu viele Mediziner vorhanden sind, die über einen hohen Erfahrungsspiegel verfügen; es sei denn die Untersuchung wird an einem Zentrum, in Verbindung einer Studie durchgeführt, wie in Würzburg.
Viele Grüße
Gisela