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GiselaKöenig antwortete auf ß2M "Cut off level"
22 Mai 2012 20:42
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Hallo Rudi,

Das sind "zwei paar Schuhe"! Um es ganz vereinfacht auszudrücken, passiert folgendes: Die Tumorzelle hat eine höhere Aktivität also mehr als eine normale Zelle. Dadurch ist sie mehr durchblutet und wenn man nun ein Präparat in die Blutbahn schickt, wie zum Beispiel das F18-FDG kommt davon dann auch mehr in der Tumorzelle oder auch in alle anderen Zellen die einen erhöhten Stoffwechsel haben hin. So nun ist es erstmal in der Zelle angekommen( erstes Paar Schuhe)..Lach,, aber was die Zelle nun damit anfangen kann ist eine andere Sache. Die Tumorzelle braucht ja die " normale Glucose" für die Vergärung, das schafft sie aber mit dem FDG nicht. Somit bleibt das FDG eine gewisse Zeit in der Zelle und man kann dann die PET-Aufnahmen anfertigen.

In der Nukearmedizin, egal ob Aufnahmen mit Positronen angefertigt werden wie bei der PET-Untersuchung, oder bei der Szintigraphie wo man Gammastrahlen verwendet, braucht man immer eine Radioaktivität und einen sogenannten Liganden , in diesem Fall das FDG damit das Präparat weiß in welches Organ oder welche Zelle es transportiert werden soll.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen, sonst einfach wieder fragen, dann versuche ich es erneut; kann allerdings erst wieder morgen antworten.
Viele Grüße Gisela

rudi antwortete auf ß2M "Cut off level"
22 Mai 2012 19:48
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Hallo Gisela,
danke für die ausführliche Stellungnahme !
Aber eins verstehe ich doch nicht so recht:

Einerseits schreibst Du:
"Das FDG welches teilweise für die PET-Untersuchungen benutzt wird ist so aufgebaut, dass die Glucose in der Zelle nicht verstoffwechselt wird und somit kann die Zelle damit nichts anfangen."

Und dann schreibst DU:
"Der Vorteil der PET Untersuchung besteht darin, dass Tumorzellen einen erhöhten Glucosestoffwechsel haben und somit in diesen Zellen das FDG vermehrt angereichert wird."


Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

GiselaKöenig antwortete auf ß2M "Cut off level"
22 Mai 2012 12:43
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Hallo,
leider hat es doch etwas länger gedauert.
In der Zwischenzeit hat Joseph ja schon einen Link hier ins Forum gestellt. Für alle die nicht so wissenschaftlich bewandert sind, hier eine kurze einfache Erklärung zu den PET Untersuchungen, vielmehr zu den Präparaten.

Das FDG welches teilweise für die PET-Untersuchungen benutzt wird ist so aufgebaut, dass die Glucose in der Zelle nicht verstoffwechselt wird und somit kann die Zelle damit nichts anfangen. Sie wird also nicht damit gefüttert. Das FDG bleibt somit eine zeitlang in der Zelle und dadurch ist man in der Lage, mit dem PET-Scanner Aufnahmen über die Stoffwechselprozesse im Körper zu machen.
Der Vorteil der PET Untersuchung besteht darin, dass Tumorzellen einen erhöhten Glucosestoffwechsel haben und somit in diesen Zellen das FDG vermehrt angereichert wird. Nun wäre es sehr schön wenn es so einfach wäre, aber leider eben nicht. Das FDG wird nicht nur in Tumorzellen angereicht sondern auch in entzündlichen Bereichen und im normalen Umfang auch in anderen Gewebsstrukturen. Dazu kommt, dass es auch durch Medikamente wie Chemo, Kortison usw. zu falsch positiven oder falsch negativen Anreicherungen kommen kann. Es gibt aber auch noch andere Störfaktoren während der Untersuchung, bei der Patientenvorbereitung, bei der Präparatevorbereitung und bei der eigentlichen Auswertung der Bilder. Daher ist es ganz wichtig, dies gilt aber im Prinzip für alle Untersuchungen (nur manche sind nicht so kompliziert), das diese von Fachleuten durchgeführt werden, die eine hohe Erfahrung auf den einzelnen Gebieten aufweisen und das standardisierte Untersuchungsbedingungen geschaffen werden.
Ein guter Radiologe, ist nicht automatisch auch ein Spezialist für MRT-Untersuchungen oder CT Untersuchungen. Ein guter Nuklearmediziner nicht automatisch ein Spezialist für PET Untersuchungen. Egal welche Methode man bevorzugt, wichtig ist, dass der zuständige Mediziner die Möglichkeiten der vorkommenden Fehler kennt und richtig interpretieren kann.

Nochmals auf den Anfang der Diskussion zurück zu kommen, ist zur Zeit die jährliche Kontrolle mit einem GK MRT ohne KM, die Untersuchung die man bevorzugen sollte, da diese keine Strahlenbelastung mit sich bringt und eine sehr hohe Aussagekraft besitzt. Ist dies nicht möglich, sei es, dass man keinen erfahrenen Untersucher zur Verfügung hat, oder die technischen Möglichkeiten eingeschränkt sind, oder man ist keine Elfe, so wie Joseph …lach (er weiß wie ich es meine), dann würde ich ein GK CT durchführen lassen, erst wenn auch dieses nicht möglich ist, eine PET-Untersuchung, da zur Zeit hier in Deutschland noch nicht allzu viele Mediziner vorhanden sind, die über einen hohen Erfahrungsspiegel verfügen; es sei denn die Untersuchung wird an einem Zentrum, in Verbindung einer Studie durchgeführt, wie in Würzburg.

Viele Grüße

Gisela

GiselaKöenig antwortete auf ß2M "Cut off level"
22 Mai 2012 12:39
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sergio schrieb: Hallo, da ist mir ja fast eine interessante Diskussion entgangen:wink:
Gisela: auf der ASH 2009 wurde eine kl. Studie vorgestellt, dass bei einigen Patienten die eine MRT mit Gadolinium, also das KM, erhielten, danach die MM parameter stark gestiegen waren, darueberhinaus wurden einige Patienten obzudiert nach ihrem Ableben und es stellte sich heraus, dass das G. sich auch nach langer Zeit in vielen Organen noch nachweisbar war.


Hallo Sergio,

ich habe Anfang 2010 mit Dr. Hillengass und einigen anderen Ärzten hier in Heidelberg über diese Studie diskutiert. Bei dem Kontrastmittel handelte es sich speziell um das "Omniscan". Hier am Klinikum Heidelberg hat man die Studie zur Kenntnis genommen und die MM Patienten bkommen kein Omniscan sondern ein anderes Gadolinium haltiges KM. Wobei es schon erstaunlich ist, das es keinerlei neue Studien oder neue Erkenntnisse gibt und die Anzahl der getesteten Patienten sehr gering war. Ob so etwas dann sehr aussagekräftig ist?...Das Gadolinium lange im Körper abgelagert wird ist bekannt, so ist es aber mit vielen Substanzen wie auch zum Beispiel mit den Bisphosphonaten.

Viele Grüße

Gisela

sergio antwortete auf ß2M "Cut off level"
21 Mai 2012 22:09
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Margret schrieb: Danke, ich schicke es gleich an die betroffene Patientin..., Liebe Grüße, Margret


Margret,
das wusste ich auch nicht, in Pisa hat mir dann ein junger sehr guter Arzt dann darauf hingewiesen, falls ich Cortion nehme oder kurz davor genommen hatte, sollten die Radiologen darauf hingewiesen werden, da das C. eben entzuendungshemmend wirkt und eben dann das Ergebnis verfaelscht sein koennte. Haengt natuerlich auch von der Dosis ab, die man eingenommen hat. Weiss gar nicht, inwieweit viele Radiologen davon genau wissen. Als ich den CT Radiologen darauf hinwies, hat er mich doch verwundert angeschaut und es zugegeben, dass es so ist. Es gibt halt so viele Variablen die man beruecksichtigen muss...., die meisten von uns nehmen ja auch Cortison, und da fragt man sich zu Recht inwieweit dies das Ergebnis beeinflussen koennte. Also wieder ein kleines Puzzlestueck zu diesem schwierigen Thema

Sergio

Margret antwortete auf ß2M "Cut off level"
21 Mai 2012 20:19
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Danke, ich schicke es gleich an die betroffene Patientin..., Liebe Grüße, Margret