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miregal antwortete auf MRD Negativ/Positiv
11 Jan. 2022 19:26
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Ich habe jetzt auch ein PET-CT machen lassen, GsD ohne Befund

maennes antwortete auf MRD Negativ/Positiv
16 Dez. 2021 19:24
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Danke für euren Input, damit kann ich arbeiten! :-)

Triple M antwortete auf MRD Negativ/Positiv
16 Dez. 2021 17:51
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Alles absolut richtig!

Interessant zu erwähnen ist vielleicht noch, dass für die Feststellung von MRD-Negativität (mit entsprechenden Remissionserfolgen) bisher in nahezu allen Studien Messmethoden mit einer Sensitivität von (lediglich) 1:100.000 (1:10^5) zum Einsatz kamen. MRD- bei der geringeren Sensitivität ist also definitiv auch schon prima ;-)

n = 1

miregal antwortete auf MRD Negativ/Positiv
16 Dez. 2021 17:35 - 16 Dez. 2021 17:36
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Die spannendere Frage ist ja, welche Konsequenzen man aus der anhaltenden MRD Negativität ziehen will. Pausiert man mit der Erhaltung wenn gewisse Zeit MRD- gemessen wird? Stellt man de Erhaltung um wenn MRD+ nicht verschwindet? Kann man die Hochdosistherapie verschieben, wenn man bereits früh in der Induktionsphase MRD- wurde? Viele Fragen, derzeit keine Antworten. Die MRD Bestimmung ist ja immer mit einer Knochenmarksbiopsie verbnden, hab diesmal drauf verzichtet, und lasse stattdessen ein Pet-CT beim nächsten Termin machen. Denn das gibt es auch: MRD negativ aber Plasmozytom Herd woanders im Knochenmark oder sogar extramedullär.
MRD Diagnostik wird dann relevant, wenn es den Einzug in Behandlungsschemata findet (Länge der Induktion/Konsolidierung mit oder ohne primäre SZT, Erhaltungsdauer, etc.)
Heute ist es wichtig für Studien, um statistische Trends auf Basis der MRD Diagnostik zu identifizieren. Was man bisher weiß, dass eine frühe MRD- mit einer langsam erworbenen MRD Negativität gleichzusetzen ist, beide mit langen Remissionserfolgen gekrönt.
Letzte Änderung: 16 Dez. 2021 17:36 von miregal.

Triple M antwortete auf MRD Negativ/Positiv
16 Dez. 2021 17:08
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Hallo maennes,

zu Deinen weiteren Fragen:

Der aktuelle Standard ist (noch) "mindestens 1:100.000" (1:10^5). Dies liegt aber unter anderem an den von mission_remission genannten limitierenden Faktoren der hochsensitiven Tests (dazu weitere Faktoren wie die Kosten sensitiverer Tests). Auch gibt es diese Tests noch gar nicht so lange, so dass vermutlich die Empfehlungen für die Definition der MRD-Negativität künftig irgendwann einmal angepasst werden dürften.

Die Frage, ob man sich Sorgen machen sollte, können auch Experten aktuell nicht beantworten: Wenn Du aktuell MRD-positiv bist (wohlgemerkt bei der höchsten Sensitivität, die aktuell machbar ist!), heißt das beispielsweise nicht, dass Deine Erhaltungstherapie nicht wirkt und Du etwas ändern müsstest. Es kann durchaus sein, dass Du aufgrund der fortgesetzten Therapie beim nächsten Mal MRD-negativ bist.

Umgekehrt heißt MRD-negativ selbst bei einer Sensitivität von 1:1.000.000 (1:10^6) nicht, dass Du "aus dem Schneider" bist - es können trotzdem (wenige) Myelomzellen verblieben sein, die dann bei der nächsten Messung entdeckt werden. Und wenn wenige Myelomzellen vorhanden sind, heißt das auch nicht, dass die Krankheit aktuell voranschreitet - vielleicht sind die Myelomzellen auch wenig aggressiv und schlummern gerade noch irgendwo vor sich hin.....

Aufgrund all dieser Unsicherheiten wird aktuell intensiv diskutiert, ob MRD-Messungen im klinischen Alltag eigentlich überhaupt (schon) standardmäßig durchgeführt werden sollen (derzeit nicht empfohlen) bzw. ob und welchen Einfluss das Ergebnis einer MRD-Messung auf die Therapie-Empfehlung haben sollte (aktuell meines Wissens keine).

Fazit: Wegen einer einzelnen Messung würde ich mir aktuell nicht allzu viele Sorgen machen (zumal wenn keine anderen Krankheitskriterien erfüllt sind). Natürlich ist negativ besser als positiv, aber das heißt nicht automatisch, dass Du mit Deiner aktuellen Therapie nicht genau auf dem richtigen Weg bist. Ich selbst war bei der Umstellung des MRD-Messverfahrens auf eine sensitivere Methode auch zunächst positiv (zuvor immer negativ). Zwischenzeitlich bin ich auch bei hoher Sensitivität MRD-negativ (Erhaltung mit 5mg Rev) Interessant fände ich daher an Deiner Stelle die Entwicklung der Werte im Zeitverlauf (also ist der Anteil der ermittelten Myelomzellen bei der nächsten Messung (in einem Jahr?) gestiegen, gesunken, konstant...)

Liebe Grüße und viel Erfolg
Triple M

n = 1

mission_remission antwortete auf MRD Negativ/Positiv
16 Dez. 2021 15:46
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Aber was bedeutet es, wenn man bei 1:100.000 MRD negativ ist, bei 1:1.000.000 jedoch MRD positiv?

Das sagt aus, dass der Patient eigentlich MRD positiv ist. Das ist alles eine Frage der Mess-Sensitivität. Bei 1:100.000 werden 100.000 Zellen geprüft, wenn keine davon "entartet" ist, ist der Test (MRD-)negativ. Bei 1:1.000.000 werden 1.000.000 Zellen geprüft, nur wenn davon keine "entartet" ist, ist der Test (MRD-)negativ.
Es ist also bei zunehmender Sensitivität schwerer, negativ zu sein bzw. die Tiefe der Krankheitszurückdrängung ist intensiver, je höher die Sensitivität des Tests ist bei negativem Ergebnis.

Limitierende Faktoren für hochsensitive Tests sind die technischen Labor- und Analysemöglichkeiten.