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08 Mai 2011 10:30
  • Kai
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    02 Februar 2011
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@ Margret
Vielen Dank für deine Antwort und deine Literaturtipps. Beim Lesen habe ich mal wieder festgestellt, wie komplex das Thema ist. Ich muss mich wieder viel intensiver mit dem Thema beschäftigen. Die letzten Monate war das MM für uns völlig in den Hintergrund getreten. Es waren da einfach die aktuellen Lebensbedrohlichen Probleme verständlicherweise vorrangig. Jetzt muss ich mich einfach wieder neu einarbeiten.

@ rudi
vielen Dank für deine ausführliche Antwort und deine Bewertung der Messwerte. Deine Erläuterungen haben mir die Zusammenhänge der Messwerte gut verdeutlicht. Und deine Bewertung hat mich ein wenig beruhigt. Vielen Dank.

zu deinen Fragen:
Soweit ich das richtig in Errinnerung habe, hat Heike nur Borthezomib und Dexa erhalten. Wenn jetzt aber erneut eine Chemo gemacht werden muss, soll ein anderes Medikament verwendet werden. Bortozomib wäre bei Heikes Polyneuropathie extrem ungünstig. Der behandenlde Arzt hier in der Reha konnte mir aber leider die genaue Bezeichung des Medikamentes noch nicht nennen. Ich werde da noch einmal nachhahaken.
Der Auslöser des Lungenversagens ist bekannt. Es handelt sich um einen Trinkwasserkeim. Aufgrund des geschwächten Immunsystem hat sich dieser ransent schnell auf der Lunge ausgebreitet und zu deren totalem Versagen geführt.
Heike habe ich gerade deine "Story" vorgelesen. Sie war mächtig betroffen. Insbesondere, dass du die erste Zeit alleine ohne Familie vebracht hast.

LG und nochmals besten Dank für die Antworten
Kai-Uwe

07 Mai 2011 20:27
  • rudi
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    23 Oktober 2009
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Hallo Kai,
der hohe Gesamteiweißwert nach der Komazeit kann durch Entzündungen in der Lunge und sonst wo entstanden sein. Nach Erholung und nach Reha ist der Wert ja drastisch runtergegangen.
Heike hat ein IgG - Kappa Myelom und der jetzige IgG Wert von 40,3 g/L ist noch Stadium 1.
Zusätzlich sind die Kappa Leichtketten und freie Kappa Leichtketten ca. jeweils 3 x höher als der obere Normwert. Weil es ein IgG Kappa Myelom ist sind diese Werte bei Heike ebenfalls erhöht. Im Urin müsste man eventuell auch Leichtketten sehen (Bence Jones Test)
Bei erhöhten Leichtketten im Serum werden die Nierenkanälchen gefordert und können teilweise verstopfen. Also immer viel trinken, 2-3 Liter am Tag.

Die gesunden Lamda Leichtketten und das gesunde IgM werden verdrängt und sind entsprechend unter dem unteren Normwert.

Bei der weiteren Beobachtung (Kontrollen) der Laborwerte muss man sehen, ob die Werte stabil bleiben, oder ob sie sehr langsam hochgehen, oder ob ein rasanter Progress vorliegt.
Bei einem rasanten Progress müsste man unmittelbar wieder mit einer geeigneten Therapie beginnen.
Was für ein Chemo- Mittel war denn bei der Induktionstherapie zusammen mit Bortezomib (Velcade) und wahrscheinlich Dexamethason beteiligt?
War es Doxorubicin?

Oder hat Heike nur Bortezomib und Dexa erhalten.
Ich Frage mich, was das Lungenversagen verursacht hat - ?? - Wissen das die Ärzte??

Durch diese Therapien sammelt sich zum Teil über mehrere Tage sehr viel Wasser im Körper. Wenn es nicht mit entsprechenden Mitteln (Lasex) ausgeleitet wird, dann kann sich auch Wasser in der Lunge bilden.

Ich drück die Daumen für einen weiteren guten Verlauf!



Heilung ist ein individueller Prozess, der sehr stark an das persönliche Bewusstsein gebunden ist. Daher kann kein Mensch einen anderen Menschen heilen sondern immer nur auf dem Weg zu seiner persönlichen Heilung begleiten.

rudiversal.wordpress.com

07 Mai 2011 17:03
  • Margret
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Lieber Kai, liebe Heike,

die Experten zum Thema werden sich sicher noch melden. Mir haben immer diese Broschüren geholfen:

www.myelom.org/fileadmin/Daten/Literatur...Labordiagonistik.pdf

www.myelom.org/fileadmin/Daten/Literatur...suchungen_CEL_MM.pdf

Euch weiter alles Gute und liebe Grüße,
Margret

07 Mai 2011 15:59
  • Kai
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    02 Februar 2011
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Hallo allerseits,

ich habe erstmalig die Laborwerte der Elektrophorese erhalten und kann diese nicht wirklich deuten. Vielleicht kann jemand aus Vergleichswerten oder aus Erfahrung die Werte ein wenig einschätzen.

In einem anderen Thread habe ich ja bereits etwas zum bisherigen Krankeitsverlauf geschildert. Hier noch einmal eine Kurzzusammenfassung:
MM-Diagnose am 14 12. 2010
geplante Therapie: Chemo mit Borthozomib, Hochdosistherapie & Stammzellentransplantation
Nach dem zweiten Zyklus der Chemo, Lungenversagen, Koma und Abbruch der Therapie.

Jetzt sind seit der Komazeit gut 10 Wochen vergangen. Innerhalb dieser Zeit wurden die Entwöhnung von der künstlichen Beatmung und der künstlichen Ernährung, sowie die Behandlung einer schweren Polyneuropathie vorrangig behandelt. In Bezug auf das MM wurde lediglich Bisphosphonate zur Stabilisierung der Knochen verabreicht.

Permanent schwebt aber immer die Angst, das MM erneut durch Chemotherapie behandeln zu müssen. Bisher wurde der Gesamteiweißwert regelmäßig gemessen, um ein Anhaltspunkt für die Dringlichkeit der Behandlung des MM zu haben. Nach der Komazeit und Beginn der Reha-Behandlungd lag der Wert bei ca 115 g/l. Im Verlauf der letzten Wochen ist er bis auf erfreuliche 74 g/l gefallen. Somit lagt der Wert sogar im Normalbereich. Der letzte Wert ist allerdings leicht auf 88,7 g/l gestiegen.

Jetzt wurde aber erstmalig im Bereich der Reha auch eine Elektopherese durchgeführt, mit folgenden Labordaten:
Kappa Leichtketten i.S. IFE 12g/l
Lambda-Leichtketten i.S. IFE 0,18 g/l
Immuglubin G (lgG) i.S. 40,3 g/l
Immuglubin M (lgG) i.S. 0,22 g/l
Freie Kappa Leichtketten 49 mg/l
Freie Lambda-Leichtketten < 4,9 mg/l

Zur Beurteilung der Labordaten soll der ursprünglich behandelde Onkologe kontaktiert werden. Dennoch würde mich eure Einschätzung der Werte interessieren. Da ich die Werte z.Zt. leider gar nicht einschätzen kann, haben wir ein wenig Angst, dass erneut eine Behandlung des MM erforderlich sein wird. Lediglich der derzeit noch niedrige Gesamteiweißwert beruhig uns ein wenig. Trotzdem wären wir sehr an zusätzlichen Meinungen interessiert.

Vielen Dank fürs Lesen und vielen Dank für eure Hilfe

Heike & Kai-Uwe