Liebe Renate,
bei mir kam die MM-Diagnose nach einer fast Querschnittslähmung, d.h. 12 BW voller MM, dadurch durchgebrochen mit fast vollständiger Durchtrennung des Spinalkanals.
Ja, es ist ein Schock, aber ich hatte eigentlich keine Zeit zum Überlegen zwischen den Risiken.
Also, bei mir wurde in der ersten OP eine Titanfestsetzung vom 11.BW zum 1.LW gemacht von hinten. Dann sagte man mir 2 Jahre später bei einer Notaufnahme wegen plötzlich starker Rückenschmerzen, es wäre besser, auch noch eine Titanverstärkung von vorne über WS anzubringen. Ja, was sollte ich dann machen? Machen lassen. Nach der ersten Op habe ich kurzfristig ein Korsett getragen, aber wirklich nur manchmal.
Ach so, nach der 1. Op hatte ich dann auch 20 Bestrahlungen, die ich bis auf einmal gut wegsteckte. Wurde immer liegend transportiert.
Mir half: um auf der Toilette nicht um Hilfe bitten zu müssen, besorgte ich mir im Sanihaus einen Handverlängerer. Zum Aufheben kaufte ich vorher einen Greifer und einen langen Hausschuhanzieher mit einer Hand am anderen Ende. Die Dinge halfen mir ungemein und vor allem meiner Psyche tat es gut, nicht für das alles um Hilfe bitten zu müssen. Nur die Knitter im Bettlaken konnte ich nicht selber beseitigen und die drücken erbärmlich,wenn man sich nicht gleich wieder so bewegen kann.
Du siehst, es bleibt einem nichts anderes übrig, als alles mit Humor zu nehmen. Nach der OP fühlte ich mich sicherer, denn die Schwachstelle war ja beseitigt.
Das alles ist nun 4 Jahre her und ich lebe. Ist das nicht ein gutes Ergebnis?
Ach so, REHA wählte ich bewußt in der Orthopäd. Richtung.
Ich wünsche Dir alles Gute,
elisea