Hallo Anne,
ich habe gerade Deine Zeilen gelesen und möchte Dir Mut zu sprechen.
Aber wie Marget schon geschrieben hat, entscheident ist der Wille und das OK des Patienten. Aber Du glaubst gar nicht, was eine tolle Unterstützung im nahen Umfeld (Familie, Freunde) bewegen kann. Das kann manchmal Bäume versetzen. Und genau an dieser Stelle bist u.a. Du gefragt. Hier darf man aber nicht unter Druck setzen oder Schwarz/Weiß malen, hier sind viele Gespräche notwendig, das braucht Zeit, die man aber leider nicht immer hat.
Aufgeben gibt es nicht, kämpfen, und am Ende des Tunnels sieht man vielleicht wieder ein kleines Licht.
Führt Gespräche, immer und immer wieder. Akzeptiert ein Nein, sucht Alternativen oder Argumente.
Bei mir war es z.B. mit der Allo Tx ähnlich. Ich war am Anfang komplett dagegen und bin teilweise echt wütend geworden, wenn das Thema nur angesprochen wurde. Nach und nach hab ich mich dem Thema geöffnet und gesagt, lasst uns doch erst mal schauen, welche Ausgangslage und ob es überhaupt einen passenden Spender gäbe. Dann kann man immer noch Risiko/Nutzen abwägen. das Ganze hat sich über einige Monate hingezogen und siehe da, mein Bruder hat gepasst. Zu so einer Therapie entscheidet man sich nicht sofort, das braucht einfach Zeit und am besten, die ganzen Zweifel im Vorfeld aus der Welt schaffen. Wichtig in dieser Zeit war und ist immer die Unterstützung der Familie und zu wissen, egal wie ich mich entschieden hätte, sie hätten alle dahinter gestanden. Dann kommt die positive Einstellung von selbst, selbst dran glauben und immer positiv denken.
Liebe Grüße, Marcus