Hallo Lynburry, ich kann dich sehr gut verstehen, denn auch bei uns ist die Diagnose noch keine 8 Wochen alt, wir sind beide 65 Jahre alt, sind seit 3 Jahren in Rente u. waren ganz aktive Rentner, mein Mann zusätzlich intensiver Hobbysportler (Läufer). Aber erst mal sollte man die endgültige Diagnose abwarten, die kam dann bei meinem Mann, wie ich es schon ahnte, mit Stadium 3a/ISS 1. Ich habe tagelang mit heulen verbracht, geändert habe ich nichts. Mein Mann selbst ist psychisch sehr stark und ein Optimist vom Scheitel bis zur Sohle, das macht es für mich als Partnerin natürlich um vieles einfacher. Mittlerweile beginnt er demnächst den 3. Zyklus Chemo, da ist er immer 1 Woche im Krankenhaus u. 3 Wochen zu Hause, die Chemo ist gut zu verkraften und in der Zeit zu Hause versuchen wir, unser Leben ganz normal zu leben. Manche Dinge verlieren an Bedeutung, ander Dinge nehmen an Bedeutung zu. Auch wir sind "Alleinkämpfer", haben zwar einen Sohn, aber der wohnt 2000 km entfernt und da geht eben nur skypen und ab und zu anrufen. Der Meinung von Leni kann ich mich allerdings nicht anschließen, diese Krankheit als Chance zu sehen, bewusster zu leben, denn wir haben auch vorher "bewusst" gelebt, allerdings ohne im Hinterkopf diese Gedanken an diese Sch.....krankheit zu haben. Ich bin ehrlich und sage, ich hätte lieber mein altes Leben zurück, nur das geht ja leider nicht. Ich wollte damit eigentlich nur sagen, ich als Angehörige kann deine Angst soooooo gut verstehen.
Euch alles Gute u. liebe Grüße von Bärbel