Ich finde das nur logisch: In der Evolution hatten immer die die größten Vorteile, die bei Krankheiten, Verletzungen, Infektionen "etwas zuzusetzen" hatten und auch schwierige Ernährungszeiten überstehen konnten. Wer heute mit Normal- oder leichtem Untergewicht in eine Serie belastender Chemotherapien (oder andere schwierige Behandlungen) geht, hat sicher schlechtere Chancen, als jemand, der ein paar Kilos mehr an Reserven aufzuweisen hat. Wir wissen ja, wie sehr wochenlange Übelkeit etc. den Körper auszehren können. Dass gutes Essen auch mit dem Wohbehagen der Seele, Lebensfreude und Genuss zu tun hat, kommt ergänzend hinzu.
Damit soll nicht der morbiden Adipositas das Wort geredet werden, aber der Schlankheitswahn unserer Gesellschaft ist wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Vielleicht lässt das den einen oder anderen ein paar genussvoll erworbene Weihnachtspfunde etwas gelassener betrachten...
Etwas schmunzeln muss ich immer, wenn ich Gesundheits- und Fitness-Fanatiker beobachte, die verbissen und völlig lustfrei glauben, mit asketischer Lebensweise dem Schicksal ein paar Jahre mehr abluchsen zu können. Auch sie werden sterben, vielleicht etwas später. Und wie haben sie vorher gelebt? Manchmal denke ich, die leben vielleicht etwas länger - zur Strafe. Wie zerbrechlich aber alle Lebensplanungen sind, haben in diesem Forum jeder schon erfahren...
Mein Motto: "Geniesse das Leben, es ist dir höchstwahrscheinlich nur dieses eine gegeben." In diesem Sinne ein möglichst gutes, einigermaßen gesundes und möglichst genussvolles neues Jahr in die Runde!