Hallo an alle,
hatte lange überlegt ob ich dies schreibe,oder alles so schnell vergesse wie es nur geht. Der eigentliche Urlaub war Mai/Juni auf Mallorca und war für sich gesehen total Inordnung. Nun hatte ich vorher auch gehofft das ich gesund bleibe, was sich leider vier Wochen davor mit einer Grippe erledigt hatte. Nach gut einer Woche hatte ich dies überstanden und hoffte das es so bleibt. Aber es änderte sich anderthalb Wochen vorm Urlaub,mit einem Besuch beim Zahnarzt. Eine Zahnwurzel wollte behandelt werden und alles verlief gut bis vier Tage vor Abflug der Bohrer in der Wurzel abgebrochen ist. Nun was soll ich sagen,er ist immer noch da und bleibt Ruhig.
Im Urlaub hat allas geklappt und man sieht sich ja vor was man wo essen und trinken kann. Wir sind glücklich und zufrieden wieder zu Hause angekommen,was sich zu Pfingsten dann ändern sollte. Am Samstag hatte ich mir mit 39 Fieber noch nichts gedacht, Sonntag mit Dauerschlaf bei strammen 40 Grad hat meine Frau im Krankenhaus angerufen und mich dann dort hingeschafft. Nun lag ich am Pfingstmontag wieder auf meiner alten Station und wurde mit Antibiotika behandelt. Es wurde ein Thorax CT gemacht und dabei zeigte sich eine ausgeprägte Unterlappenpneumonie links mit V.a. atypische Infiltrate. Ich wurde nun innerhalb der Station verlegt,bekam neue antibiotika und eine NIV Therapie. Im weiteren Verlauf ging es mir schlechter,konnte im liegen nicht mehr Atmen,meine Nieren brachen immer mehr zusammen, die Harnwege entzündeten sich und die Wasseransammlungen weiteten sich weiter aus.
Nun erfolgte eine Weiterverlegung auf die Intensivstation mit einer Volumentherapie und antiinfektiven Therapie. Wie sich meine Frau fühlte beim Besuch als das Zimmer leer war, man ihr auf der normalen Station sagte wo ich liege und Sie alle Sachen von mir aus dem Zimmer räumen müsse, weil man ja nicht weiß wie lange ich auf der Intensiv bleibe möchte ich jetzt nicht schreiben.
Viel habe ich nicht mitbekommen auf der Intensiv,ich war schön mit Medis vollgepumpt. Ich weiß nur das ich so um drei Uhr Nachts nach dem Arzt klingelte und ihm sagte das ich mit jedem Atemzug weniger Luft bekomme. Er hob die Decke hoch, stellte fest das sich im Körper Wasser sammelte und schon war lauter Personal da. Ich mußte wieder meine Atemmaske aufsetzen,bekam Medis und sollte schlafen. Bis acht Uhr hatte mein Körper Zeit das alles funktioniert und es hat geklappt. Somit konnte ich nach 16 Stunden die Intensivstation verlassen. Hätte es nicht funktioniert in der Zeit, würden Sie mich ins künstliche Koma legen.
In der weiteren Diagnostik ergab sich ein positives Legionellen Antigen im Urin und positive Legionellen DNA im Sputum.
Nach 18 Tagen,neun Kilo weniger auf den Rippen und kaum Muskelatur ging es kurz nach Hause. Die Diagnose war nun eine: Legionellenpneumonie (Lobär li UL,Infiltrate OL li und re,ML re)
Pneumogene Sepsis, Respiratorische Partialinsuffizienz, Akutes Nierenversagen bei chronischer Niereninsuffizienz Stadium zwei bis drei. Panzytopenie infektbedingt, DD medikamenteninduziert Latente Hyperthyreose.
Nun ging es noch für vier Wochen nach Heiligendamm zur aufbauenden Reha.Nach dem ich nun alles überstanden habe,genieße ich die Zeit mit meiner Frau und zu Hause.
MfG. Dirk aus Berlin
....in den Pausen passiert das Wesentliche....