Hallo liebe Forengemeinde,
mal wieder plagt mich mein schlechtes Gewissen. Ich bin mal wieder nur sehr selten hier im Forum unterwegs. Da ich hier so viel Gutes erfahren habe, fühle ich mich verpflichtet auch etwas zurück zugeben.
Vielleicht kann ich durch meine Beiträge immer wieder ein wenig Zuversicht vermitteln.
Im Rahmen der Erhaltungstherapie geht es Heike noch wie vor ganz gut. Heikes Konstitution ist recht stabil und wir konnten einiges gemeinsam unternehmen. Letzte Woche hatten wir erneut einen Routinetermin in Würzburg. Wenn ein solcher Termin naht, kommt bei mir unterschwellig immer die Angst hoch, dass die Werte wieder schlechter werden. Und dieses mal gab es für diese Annahme auch gravierende Gründe. Heike hat das Interferon nicht mehr vertragen und es wurde, nach Absprache mit Würzburg, vor längerer Zeit wieder abgesetzt. Zudem wurde das Revlemid von Heike nur noch in der halben Dosis genommen. Keine Ahnung woher dieser Fehler resultierte. Die Abweichung der Dosis wurde in einem Telefonat mit der Klinik vor ein paar Monaten festgestellt. Ich bin mir nicht sicher, ob die "neue" Dosis nicht in der Dokumentation übernommen wurde. Oder ob wir schlicht den Fehler begangen haben. Fakt ist, dass das Interferon gar nicht mehr und das Revlemid nur noch zu 50% eingesetzt wurde. Entsprechend groß war meine Angst vor der Blutuntersuchung. Um es kurz zu machen: Die Blutbildung ist super und die Myelomparameter sind weiter gefallen! Unglaublich!
Jetzt hoffe ich nur, dass es keinen verzögerten Anstieg der Myelomwerte aufgrund der "neuen" Dosierung gibt. Meine Hoffnung ist, dass das neue Imunsystem aktiv die Myelomzellen bekämpft.
Auf jeden Fall freue ich mich über die guten Ergebnisse.
Soweit für heute. Jetzt freue ich mich auf ein paar schöne kleine Herbstspaziergänge mit Heike mit anschließendem Tee und gemütlichen Abenden.
Alles Gute allerseits.
Kai-Uwe